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Bavaria Film

Bavaria Film ist ein deutsches Filmproduktions- und Verleihunternehmen mit Sitz in Grünwald, Bayern, im Landkreis München. Sie ist mit einem jährlichen Umsatz in Höhe von 305,9 Mio. Euro eine der größten Filmproduktionsgesellschaften Europas und eines der führenden Produktions- und Verleihunternehmen der deutschen Film- und Fernsehbranche mit rund 30 Tochtergesellschaften. Mit der Bavaria Filmstadt betreibt die Bavaria Film am Studiogelände eine beliebte Touristenattraktion, in der die Besucher bei einer Studiotour Kulissen und Requisiten aus Die unendliche Geschichte, Das Boot, Marienhof und anderen Produktionen sehen können.

Die Studios wurden 1919 infolge von politischen, künstlerischen und wirtschaftlichen Bestrebungen in der bayerischen Landeshauptstadt München gegründet und gehören zu den größten europäischen Filmproduktionsstätten. Hier waren Regisseure wie Alfred Hitchcock, Billy Wilder, Orson Welles, John Huston, Ingmar Bergman, Stanley Kubrick, Claude Chabrol, Fritz Umgelter, Rainer Werner Fassbinder, Dominik Graf, Wolfgang Petersen und Wim Wenders sowie viele berühmte Schauspieler wie Sophia Loren, Heinz Rühmann oder Elizabeth Taylor tätig. Geprägt wurde die Bavaria nach 1945 vor allem von den Geschäftsführern Helmut Jedele und Günter Rohrbach.

Das Geiselgasteiger Filmgelände wurde von Wilhelm Kraus ersteigert, der bereits im Oktober 1930 einen großen Teil der Emelka-Aktien gekauft hatte und am 21. September 1932 die Bavaria Film AG gründete.

Nach der nationalsozialistischen Machtergreifung im Januar 1933 verließen eine Reihe langjähriger Emelka-Mitarbeiter das Land, darunter die Regisseure Ewald André Dupont, Karl Grune, Max Ophüls, der Kameramann Franz Planer und die Schauspieler Therese Giehse, Kurt Horwitz, Fritz Kortner. 1938 wurde die Bavaria Film vom NS-Regime verstaatlicht und als Produktionseinheit der UFA unterstellt. Nachdem sie nach dem Zweiten Weltkrieg eine Zeit lang ruhte, wurde sie 1956 als privates Unternehmen wiedergegründet.

Die Bavaria Film entwickelte sich in den nächsten Jahrzehnten zum größten deutschen Fernsehlieferanten und zum international anerkannten Filmstudio. Gleich zwei Mal wählte Billy Wilder das „bayerische Hollywood“ als Drehort: 1961 mit Eins, Zwei, Drei und 1978 mit Fedora.  Auch im Fernsehbereich wurde Geschichte geschrieben – mit Produktionen wie „Tatort“ mit Kommissar Horst Schimanski, „Das blaue Palais“, „Auf Achse“, „Berlin Alexanderplatz“ von Rainer Werner Fassbinder, „Der Fahnder“, „Rote Erde“ und „Marienhof“. Ab 1990 produzierte die Firma in erheblichem Umfang auch für die Privatsender wie RTL, darunter die Show „Gottschalk“. 1965 ging das Filmgelände in Geiselgasteig in den Besitz der Bavaria Atelier über, die seitdem auch eigene Kinospielfilme produziert, unter denen der erfolgreichste bisher „Das Boot“ von 1979/81 war. (Quelle: Wikipedia)