J. Wieland
Hauptsächlich tätig im Bereich von Kino, TV und größeren Bühnenproduktionen. Mit dem Gesamtblick auf das Projektziel - z.B. als Produktionsleiterin, als Key Make Up Artist (Supervisor) mit Unterstützung anderer SFX Artists & Studioso oder zertifizierte Vertrauensperson. Die Erfahrung von über einem Jahrzehnt in den Bereichen, basierend auf einer fundierten Ausbildung, mit all den Herausforderungen und Veränderungen der Branche und jedem einzelnen individuellen Projekt bilden die Grundlage für die Arbeiten und Abläufe.
Kontakt: mail [at] jwie.land
Begriffsklärung Maskenbild vs Make-up artist
Was unterscheidet die Ausbildung eines Maskenbildners vom zurück ins Deutsche übersetzten "Make up artist"
Die Arbeit eines Maskenbildners geht weit über die vor allem deutsche Vorstellung von der Arbeit eines "Make up artists" hinaus. Was hauptsächlich an der falschen Übersetzung vom Internationalen Begriff zurück ins Deutsche (Anglizismus) liegt.
Theater galt in Europa lange als die Messlatte was die Profession gewisser Departements betrifft und ein „Maskenbildner" ist dahingehend ein sowohl im Theater als auch beim Kinofilm technisch sehr versierter und verantwortlicher Architekt rund um den Kopf und den (unbekleideten) Körper eines Casts und kann ein breiteres professionelles Spektrum an Handwerk abdecken als ein "Make up artist". Was daran liegt, dass dies in Deutschland eine ungeschützte Berufsbezeichnung ist, die als Anglizismus falsch zurück ins Deutsche übersetzt wurde und heute auch gern von Visagisten verwendet wird. Denn in den USA ist ein Make up artist tatsächlich ein "Maskenbilder". In Deutschland ist es nicht selten die Profession eines Visagisten. Ein Maskenbildner ist eine staatliche anerkannte Berufsbezeichnung und unterscheidet sich vor allem durch eine umfangreichere professionelle Berufsausbildung, die neben der für Film notwendigen Make up Ausbildung für die Anforderungen von Bühnenproduktionen und SFX im Kino auch Beauty Make-up, historische und moderne Frisuren, Bühnenschminke, Perücken- und Haarteileherstellung, Modell- und Formenbau, Special Effects (SFX) aus verschiedenen Materialien (Silikon, Latex, Schaumstoff, etc.), Airbrush und vieles mehr umfasst.
Nach einer 3-jährigen Ausbildung an einem der renommiertesten Ausbildungszentren Europas hat sich Jenny Wieland in den letzten 12 Jahren als „Maskenbildnerin“ mit namhaften Stationen in verschiedenen Ländern etabliert.
Veränderungen in diesem Sektor
In der Vergangenheit waren Gesichter in Filmen und auf der Bühne "eine Leinwand mit vielen Farbschichten". Im Zeitalter der HD/4K/8K-Filmtechnik und des „natürlichen" Theaters haben sich die Anforderungen vor allem im Bereich des "face-shapings" geändert und die Arbeit an den Gesichtern soll nicht mehr so auffallen, wie sie es früher tat. Es werden heute zunehmend spezielle Produkte eingesetzt, die die Arbeit fast „unsichtbar" machen.
Was aber immer gleich bleibt, egal ob vor 10-20 Jahren oder heute, ist ein gutes Gespür für Formen und Farben und das künstlerische Handwerk und ein tiefes Interesse am Bild- und Erzählkonzept des Projektes. Die verwendeten Produkte ändern sich und es ist notwendig, sich auf die neuen Anforderungen an moderne Arbeits- und Hautschutzprodukte einzustellen. Aber die Wichtigkeit der Integration der Abteilung hat nicht abgenommen. Eher im Gegenteil. Heute ist es sogar noch wichtiger als zuvor, sie in den Arbeitsablauf einzubinden. Auch die Spezialeffekte (SFX) sind Gegenstand des Wandels und ein großer Teil dieser Arbeit wird heute in enger Zusammenarbeit mit den CGI-Abteilungen erledigt. So ist es wichtig, mit der Zeit zu gehen und aktuelle Entwicklungen zu erkennen, aufzugreifen und zu kommunizieren. Eine ausführliche Integration und Auseinandersetzung mit dem Projekt aller beteiligten Abteilungen ist heute mehr denn je der Schlüssel zu hervorragenden Ergebnissen. Denn das hat sich seit den Anfängen des Filmemachens nicht geändert: Nur wenn alle Abteilungen zusammenarbeiten, kann eine gute Geschichte bestmöglich erzählt werden.