Salzburger Festspiele 2016

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Abbildung einer Bühnenscene von Cosi fan tutte

JWL MakeUp & SFX ist von Juli - August 2016 als Maskenbildnerin bei den Salzburgerfestspielen in Österreich tätig. Hier betreut sie verschiedene Stücke wie: Cosi fan tutte und West Side Story.

Am 28. Juli wurden die 96. Ausgabe des weltberühmten Festivals mit dem traditionellen Festakt offiziell eröffnet.

Mit tiefinnerst deutschem Wesen ist kein anderer literarischer Stoff so eng verknüpft wie der Mythos vom Doktor Faust. Der bohrende, nicht zum Durchbruch führende Erkenntnisdrang; der Pakt mit Mephisto, in dessen Folge Faust sich ins pralle Leben stürzt und sich an der jungen Margarethe schuldig macht; das Schnippchen, das dem Teufel letztlich doch geschlagen wird – das ist spätestens mit Goethes dramatischer Bearbeitung ein Urtext der Deutschen. Umso seltsamer – wenn auch mit dem Respekt vor Goethes Großmeistertat erklärlich – mutet es an, dass es aus deutscher Komponistenfeder keine bahnbrechende Opernvertonung des Stoffes gegeben hat (Liszts und Schumanns Faust-Werke sind ja sinfonischer bzw. kantatenhafter Natur) - Augsburger Allgemeine

Für die West Side Story hat Leonard Bernstein Songs geschrieben, die heute jeder sofort im Ohr hat. Die Musik: wie ein aufputschender Energy Drink! Kein Wunder, dass Cecilia Bartoli mit ihrem sprühenden sängerischen Elan irgendwann darauf stoßen würde. Nun, im fünften Jahr ihrer künstlerischen Leitung der Salzburger Festspiele ist es soweit. Nach all den Göttinnen und Heldinnen der vergangenen Jahre beleuchtet sie in diesem Jahr verschiedene Facetten des Romeo-und-Julia-Mythos - und spielt und singt Maria dabei gleich selbst. - BR Klassik

Der Autor dieser Zeilen kann sich nicht erinnern, diese konkrete "Così fan tutte" schon einmal gesehen zu haben (obwohl er sie definitiv gesehen hat). Aber bei manchen Inszenierungen ist es ja kein Problem, wenn man sie bald wieder vergisst. Und dennoch hat er sie so oder so ähnlich schon ganz, ganz oft gesehen – denn es handelt sich geradezu um das Musterbeispiel einer "Così"-Produktion, wie sie seit Jahrzehnten üblich ist. Wie sie, handelte es sich um ein Gemälde, in einem der großen Museen hängen würde. Wie man sich diese Mozart-Oper fast klischeehaft vorstellt. Nicht umsonst gab es bei der Erst(?)-Aufführung in der Salzburger Felsenreitschule auffällig viele Besucher, die das Schlussbild mit ihren Handykameras festhielten. Ein Mozart fürs Fotoalbum. Ohne Kanten, ohne Brüche. - Kurier AT

un poco artist involved